Bildungsgärten an Pädagogischen Hochschulen – ein Projekt mit Weitblick
Warum braucht es Bildungsgärten?
Viele ehemalige Lehrerseminare in der Schweiz verfügten über eigene Gärten. Mit der Akademisierung der Lehrerpersonenausbildung und der Integration in Pädagogische Hochschulen (PHs) gingen diese jedoch an vielen Standorten verloren.
Bildungsgärten ermöglichen es, angehenden Lehrpersonen bereits im Studium die Möglichkeit zu geben, im Garten praktische Erfahrungen zu sammeln, so dass sie befähigt werden, nach der Ausbildung einen eigenen Schulgarten entweder zu bewirtschaften und umzusetzen.
Schulgärten fördern bei Kindern und Jugendlichen nicht nur gärtnerisches Know-how, sondern auch zentrale Bildungsanliegen: Nachhaltigkeit, Ernährung, Biodiversität, Bewegungsförderung und ein ganzheitliches Naturverständnis. Damit tragen Schulgärten zur Umsetzung der Klimastrategie des Bundes 2050 und zu einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) bei.
Projekt 2025
Das vom BAFU unterstützte Projekt setzt genau hier an: An drei PHs – PH FHNW Brugg-Windisch, PH Freiburg (neu Uni Freiburg) und PH St. Gallen – wurden 2025 Bildungsgärten u.a. in Form von Hochbeeten aufgebaut, genutzt und strukturell in die Ausbildung integriert. Studierende können so erste Studienformate im Bildungsgarten erproben wie etwa z’Mittag-Gärtnere.
Das Projekt begleitet den Aufbau der Gärten mit konkreten Unterstützungsangeboten für die Hochschulen: kostengünstige Hochbeete, gärtnerische Beratung, Austauschplattformen, Unterrichtskonzepte und gezielte Vernetzung.
Projekt 2026
Aufbauend auf den Erfahrungen aus 2025 startet 2026 das neue, wiederum vom BAFU unterstützte Projekt, «Bildungsgärten an Pädagogischen Hochschulen (PHs) 2.0». Im Zentrum stehen die Etablierung und Multiplikation von Bildungsgärten als feste Lernorte in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung; damit Studierende Draussenunterricht und Schulgartenarbeit praxisnah erproben und später in der Schule umsetzen können.
Neu ist der gezielte Ausbau über die bisherigen Standorte hinaus: Bestehende Partnerhochschulen bringen ihr Know-how aktiv ein und unterstützen neue Partnerhochschulen beim Aufbau und bei der curricularen Verankerung von Bildungsgärten. Begleitet wird dies durch Austausch- und Vernetzungsgefässe, Coachings und Beratung sowie durch konkrete Unterstützungsangebote (z.B. Hochbeete und Material).
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verstetigung: Bis Ende 2026 sollen Strukturen und Verantwortlichkeiten so weiterentwickelt werden, dass Bildungsgärten langfristig an den PHs getragen, genutzt und weiterverbreitet werden können.
Interessierte Vertreter:innen von Pädagogischen Hochschulen dürfen sich gerne bei uns melden.
Portraits der Bildungsgärten und Kontakte
Möchten Sie Informationen zu Einbezug der Bildungsgärten in die Lehre, die Weiterbildung und die Forschung? Mehr Informationen finden Sie hier.
Aufbau eines Bildungsgartens
Hier finden Sie zum Projekt « Institutionalisierung von Bildungsgärten an pädagogischen Hochschulen (PH’s) », das 2025 vom BAFU unterstützt wurde, nützliche Tipps und Grundlagen, die Sie beim Aufbau und Betrieb eines Bildungsgartens unterstützen.
Netzwerk
Langfristig soll ein schweizweites Netzwerk entstehen, das PHs bei der Einrichtung und Umsetzung eigener Bildungsgärten unterstützt. Der Verein Bildungs- und Schulgärten Schweiz will nach Abschluss der Pilotphase weitere Hochschulen für Bildungsgärten ermutigen – mit der Vision, dass künftig jede PH in der Schweiz über einen eigenen Bildungsgarten verfügt.
Falls Sie Fragen oder Anregungen zum Projekt haben oder sich gerne dem Netzwerk anschliessen möchten, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.
Mail: info@schulgarten.ch | Betreff: Bildungsgärten an PHs































